Archiv für Oktober 2008

h1

Grammy für Fahrstuhlmusik?

14. Oktober 2008

Die deutsche Fernsehlandschaft in der Krise… das sogenannte Unterschichtenfernsehen überrollt das Bildungsfernsehen. Kein neues Phänomen, aber einer bringt es nun im entsprechenden Medium dem Zuschauer direkt und ohne Umwege ins Wohnzimmer. Reich-Ranicki spricht aus, was schon in vielen Köpfen gedacht wird. Danke.

Ich muss ja zugeben, dass ich auch ab und zu in diese Dokusoaps (wobei ich finde, dass das „Doku“ in diesem Wortkonstrukt möglicherweise irreführend erscheint – wirklich dokumentarisch wird ja oftmals nicht gearbeitet) reinzappe. Zum Beispiel auf dem Crosstrainer im Fitnessstudio – zur Nebenbei-Berieselung. Dafür eignen sich solche TV-Formate hervorragend. Aber keineswegs für ein unterhaltsames, abendfüllendes Programm.

Sicher ist das Ganze nur ein Missverständnis. Man muss hier formal differenzieren: Zwischen gut gemachtem Unterhaltungs- Kultur- und Informationsfernsehen und den tumben Berieselungs-Formaten. Diese können natürlich nicht mit einem gemeinsamen Fernsehpreis bedacht werden. Denn preisverdächtig sind die Berieselungs-Formate sicher nicht… oder gibt es auch einen Grammy für Fahrstuhlmusik?

h1

Die Welt im Treibsand

8. Oktober 2008
… so, nun will ich mich gar nicht lang mit irgendwelchen fadenscheinigen Entschuldigungen aufhalten, weshalb es hier drei Monate brach lag. Steigen wir lieber wieder direkt in die Thematik ein.

Die Welt am Abgrund. Die Börsen auf Talfahrt. Die Finanzbranche in Panik. Panik? Vielleicht aber auch nur ein reinigendes Donnerwetter. Vielleicht wird so der Blick auf das Wesentliche wieder zurecht gerückt. Um unseren Benedetto zu zitieren: „Wer das Haus seines eigenen Lebens nur auf sichtbare und materielle Dinge – wie Erfolg, Karriere und Geld – aufbaut, der baut auf Sand.“ …ja momentan wohl sogar Treibsand.

Natürlich wünsche ich niemandem, dass er sein jahrelang mühsam Erspartes verliert und Angst um seine Zukunft, seine Altersabsicherung haben muss. Es trifft immer auch „die Falschen“. Aber ich glaube, es tut so manchem Börsianer nicht schlecht, wenn er erkennt, dass das Leben auch trotzdem weiter geht (und es auch noch andere Dinge, außer Aktienkursen, auf der Welt gibt).

Geldmonster. Fabio Sommaruga/Pixelio

In diesem Sinne… immer die Augen offen halten.